Das Wort zum Montag!
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| Sprichwort aus Frankreich |
Wusstet Ihr eigentlich, dass Hörgeräte als Hilfsmittel noch wichtiger sind als Brillen?
Denn unser Gehirn vergisst Töne, die es längere Zeit nicht mehr hört.
Während wir Farben und Formen, die wir einmal gesehen haben, auch noch erkennen, wenn wir sie nicht mehr sehen, können wir die Geräusche nicht mehr zuordnen, wenn wir sie lange nicht gehört haben.
Deshalb haben besonders ältere Menschen Probleme, wenn sie ein Hörgerät bekommen.
Das Schlimme ist, dass die Betroffenen selbst überhaupt nicht merken, dass sie nicht mehr gut hören.
Der Hörverlust verläuft meist schleichend.
Wenn wir also jemanden kennen, der offensichtlich nicht mehr so gut hört, z. B. das Fernsehgerät immer ziemlich laut einstellt, oft nachfragt oder überhaupt auf Ansprache in normaler Lautstärke nicht reagiert, sollten wir diese Person dazu ermuntern, einen Hörtest zu machen.
Aus den genannten Gründen sollte man nicht zu lange damit warten.
Die Hörgeräte sind heutzutage fast unsichtbar und sehr leicht zu bedienen.
Einmal vom Hörgeräteakustiker richtig eingestellt und programmiert, muss man sie oft nur ein- und ausschalten, selbst einstellen oder regeln ist überflüssig. Zudem übernehmen die Krankenkassen einen Großteil der Kosten, wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt.
Man braucht allerdings Geduld bis man das richtige Gerät gefunden hat. Weil wir die Töne vergessen, funktioniert es eben nicht so wie bei einer Brille: Hörgerät aussuchen, einschalten, tragen und schon kann man wieder alles hören.
Viel zu oft landen die Geräte dann in einer Schublade und werden nicht benutzt, weil es nach Aussage der Betroffenen "zu laut ist" und sich alles "komisch anhört" oder "man nichts versteht".
Außerdem sollten ältere Menschen, die unsicher sind und leicht in Panik geraten, weil sie plötzlich so viele "unbekannte Geräusche" wahrnehmen, von einer nahestehenden Person oder einem Angehörigen begleitet werden.
Die Hörgeräte (man bekommt meistens ein Paar für beide Ohren) sollte man am Anfang zu Hause in einem ruhigem Raum ausprobieren. Umhergehen und selbst Geräusche verursachen, z. B. in die Hände klatschen, sprechen, rufen, das Radio oder den Fernseher einschalten, den Wecker, das Handy oder Telefon klingeln lassen usw.. Dabei dann beobachten, wie es sich anhört. Wenn es erst zu laut ist, so ist das normal. Menschenansammlungen und den Straßenverkehr am Anfang meiden, wenn man das Hörgerät trägt. Jeden Tag die Geräte ein bisschen länger tragen und probieren. Später auch nach draußen und unter Menschen, z. B. in ein Café, gehen. Wenn man nach einiger Zeit nicht mehr merkt, dass man ein Hörgerät trägt, hat man das richtige Gerät gefunden.
Elke
