Herzlich willkommen zum Filzen!
Für den Herbst eignen sich Pilze und Kürbisse sehr gut als Dekoration. In diesem Jahr habe ich sie gefilzt.
Man braucht:
- Filzwolle in verschiedenen Farben
- 1 Filznadel
- Schmierseife, alternativ Olivenseife oder Schafmilchseife
- warmes Wasser in einer Sprühflasche oder im Wäschesprenger
- 1 kleinen Schwamm
- als Unterlage eventuell Noppenfolie
- zum weiteren Verschönern, 1 Schere, 1 Nähnadel, Nähgarn und evt. Bindfaden, einige Blätter und Blüten sowie 1 Holztablett
Zunächst legt man etwas Wollvlies in der gewünschten Kürbisgröße aus.
Dann feuchtet man die Wolle und die Handinnenflächen mit etwas Wasser an, seift die Hände gründlich ein und walkt, drückt und rollt die Wolle in den Händen. Meine Kürbisse habe ich für den Anfang nicht so groß gewählt, weil man sie gut wie einen Kloß mit den Händen formen kann. Man kann zum Nassfilzen Schmierseife nehmen. Wenn man allerdings viel filzen möchte, sollte man für die Haut Olivenseife oder Schafmilchseife verwenden.
Nun legt man wieder dünn Wollvlies um die Kugel und fährt so fort, wie oben beschrieben.
Man umhüllt die Kugel so lange und walkt immer weiter bis die gewünschte Größe erreicht ist.
Nun spült man das Ganze kurz aus, drückt das Wasser heraus und lässt die Wollkugel trockenen.
Nicht zu lange spülen, weil sich die Fasern dann wieder lösen. Wenn ein bisschen Seife drin bleibt, macht das nichts.
Den Stiel für den Kürbis walkt man ebenfalls wie beschrieben einfach zwischen den Händen. Er sollte wie eine Schupfnudel aussehen und an den Enden spitz zulaufen.
Den Stiel auch trocknen lassen.
Jetzt kann man die typische Einteilung für einen Kürbis machen. Dazu kann man farblich passendes Nähgarn nehmen.
Danach näht man den Siel an, in dem man die Spitze umknickt und anschließend schneidet man diesen so zu, wie man ihn haben möchte.
Man kann den Kürbis auch rustikal mit Bindfaden gestalten. Dazu macht man ebenfalls die Einteilung wie gehabt und zwirbelt dann die Fäden zu einem Stiel zusammen.
Die so gefilzten Kürbisse kann man dann zum Beispiel auf einem Holztablett zusammen mit einigen Blättern, Blüten und Früchten aus dem Garten arrangieren.
Für die Pilze wird der Stiel zunächst nass gefilzt wie ich es oben beschrieben habe.
Da meine Pilze stehen sollen, habe ich die Wolle ziemlich dick ausgelegt. Es werden zwei Stiele, da man das Ganze am Schluss in der Mitte durchteilt.
Die Enden dürfen NICHT gefilzt werden. Die Wollfasern werden noch gebraucht.Für den Pilzhut braucht man jetzt eine Filznadel und einen Schwamm als Unterlage, denn man muss den Stiel trocken an den Pilzhut filzen. Man legt die Wolle in der gewünschten Größe auf den Schwamm und stellt den Stiel mit den Wollfassern nach unten auf den Hut.
Jetzt zieht man die braune Wolle über die weißen Wollfasern des Stiels und sticht mit der Filznadel immer wieder in die Wolle bis alles fest miteinander verbunden ist.
Jetzt kann man nass weiter filzen. Man feuchtet alles an und reibt mit eingeseiften Fingern fest auf den Pilzhut. Das macht man von beiden Seiten bis der Pilzhut auch durchgefilzt ist.
Nun den Pilz wieder ausspülen, die Lauge ausdrücken und trocknen lassen.
Die Pilze kann man dann auf den Tisch, auf einen Schrank oder die Fensterbank stellen.
Die Filzdekoration geht dann noch in diese Linkpartys:
Freutag, Lieblingsstücke, HOT, creadienstag, DvD, Caros Fummeley
Magic Crafts und Froh und kreativ
Tschüss bis bald.
Elke