Sonntag, 5. Juli 2015

Sprüche und Weisheiten

Das Wort zum Montag!

Sprichwort aus Frankreich

Wusstet Ihr eigentlich, dass Hörgeräte als Hilfsmittel noch wichtiger sind als Brillen?
Denn unser Gehirn vergisst Töne, die es längere Zeit nicht mehr hört.
Während wir Farben und Formen, die wir einmal gesehen haben, auch noch erkennen, wenn wir sie nicht mehr sehen, können wir die Geräusche nicht mehr zuordnen, wenn wir sie lange nicht gehört haben.

Deshalb haben besonders ältere Menschen Probleme, wenn sie ein Hörgerät bekommen.
Das Schlimme ist, dass die Betroffenen selbst überhaupt nicht merken, dass sie nicht mehr gut hören.
Der Hörverlust verläuft meist schleichend.

Wenn wir also jemanden kennen, der offensichtlich nicht mehr so gut hört, z. B. das Fernsehgerät immer ziemlich laut einstellt, oft nachfragt oder überhaupt auf Ansprache in normaler Lautstärke nicht reagiert, sollten wir diese Person dazu ermuntern, einen Hörtest zu machen. 
Aus den genannten Gründen sollte man nicht zu lange damit warten.

Die Hörgeräte sind heutzutage fast unsichtbar und sehr leicht zu bedienen. 
Einmal vom Hörgeräteakustiker richtig eingestellt und programmiert, muss man sie oft nur ein- und ausschalten, selbst einstellen oder regeln ist überflüssig.  Zudem übernehmen die Krankenkassen einen Großteil der Kosten, wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt.

Man braucht allerdings Geduld bis man das richtige Gerät gefunden hat. Weil wir die Töne vergessen, funktioniert es eben nicht so wie bei einer Brille:Hörgerät aussuchen, einschalten, tragen und schon kann man wieder alles hören.
Viel zu oft landen die Geräte dann in einer Schublade und werden nicht benutzt, weil es nach Aussage der Betroffenen "zu laut ist" und sich alles "komisch anhört" oder "man nichts versteht".
 
 Außerdem sollten ältere Menschen, die unsicher sind und leicht in Panik geraten, weil sie plötzlich so viele "unbekannte Geräusche" wahrnehmen, von einer nahestehenden Person oder einem Angehörigen begleitet werden.

Die Hörgeräte (man bekommt meistens ein Paar für beide Ohren) sollte man am Anfang zu Hause in einem ruhigem Raum ausprobieren. Umhergehen und selbst Geräusche verursachen, z. B. in die Hände klatschen, sprechen, rufen, das Radio oder den Fernseher einschalten, den Wecker, das Handy oder Telefon klingeln lassen usw.. Dabei dann beobachten, wie es sich anhört. Wenn es erst zu laut ist, so ist das normal. Menschenansammlungen und den Straßenverkehr  am Anfang meiden, wenn man das Hörgerät trägt. Jeden Tag die Geräte ein bisschen länger tragen und probieren. Später auch nach draußen und unter Menschen, z. B. in ein Café, gehen. Wenn man nach einiger Zeit nicht mehr merkt, dass man ein Hörgerät trägt, hat man das richtige Gerät gefunden.

Tschüss bis bald.

Elke 

Kommentare:

  1. Der Spruch ist genial und was du über das Hören schreibst, ist sehr wertvoll. Zufällig hatten wir heute Nachmittag dieses Thema. Es war jemand zu Besuch, der seit kurzem ein Hörgerät hat. Unglaublich, wie die heute funktionieren. Bei dem Akustiker hätte ein Spruch gehangen,erzählte er. Ich weiß nicht, ob ich ihn noch richtig auf die Reihe bekommen: Nicht sehen zu können, grenzt von Dingen ab - nicht hören zu können von Menschen!! Da ist ganz viel Wahres dran!!! LG Martina

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    1. Da hast du recht, denn vermindertes Hören macht auch unsicher. Man geht immer weniger unter Menschen, weil man sie nicht mehr versteht.
      LG Elke

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  2. Heutzutage ist die Auswahl ja auch enorm und die Geräte werden immer kleiner und unscheinbarer. Wenn ich mich da an früher erinnere, als man die Dinger schon von Weitem sah, ist es doch wirklich ein toller Fortschritt. LG Romy

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    1. Die Hörgeräte sind tatsächlich unauffällig und es wäre heutzutage falsch, sie nur aus Eitelkeit nicht tragen zu wollen.
      LG Elke

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    2. hab wir nicht alle so gedacht als wir jung waren? ;-)

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    3. Du meinst, dass wir nicht hören wollten? Na klar, war das so und ist auch normal, wenn Kinder austesten, wie weit sie gehen können.
      LG Elke

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  3. Toller Post! Auch wenn die Hörgeräte heute so klein und schon fast unauffällig sind, so tun sich doch viele schwer damit, z.B. meine Schwiegermutter. Es kostet trotz allem noch Überwindung, auch im Alter. LG, Christine

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    1. Zunächst sind ältere Leute skeptisch, ob sie mit der Technik klarkommen. Dann hört sich alles aus den genannten Gründen merkwürdig an und die vielen Geräusche, die man nicht zuordnen kann, machen ängstlich und unsicher. Außerdem muss das Gerät auch richtig angepasst und eingestellt werden. Da muss man mehrfach den Hörgeräteakustiker aufsuchen. Das wird den meisten älteren Leuten zu viel.
      LG Elke

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