Dienstag, 5. August 2014

OMRON M500 Blutdruckmessgerät [Produkttest]

Herzlich willkommen, hier wird gemessen!

Für die Scouts darf ich dieses Blutdruckmessgerät testen:


Paketinhalt: Gerät, Firmenprospekt, Reinigungspad für Smartphones
Nun denkt wahrscheinlich gleich jeder: "Ach, ein Blutdruckmessgerät, das ist doch etwas für alte Leute." Aber leider stimmt das nicht, denn auch viele junge Leute haben einen zu hohen Blutdruck, ohne es zu wissen. Auch junge Frauen, die die Antibabypille nehmen, sind davon betroffen. Wenn sie dann noch rauchen, haben sie ein wesentlich erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Oft wird nur durch Zufall bei einer Routineuntersuchung entdeckt, dass sie einen gefährlich hohen Blutdruck haben.
Natürlich kann man den Blutdruck auch beim Arzt oder in manchen Apotheken kontrollieren lassen. Allerdings sind die Werte manchmal stark schwankend und wer kann schon am späten Abend oder am frühen Morgen eine geöffnete Praxis finden. Bei manchen Menschen genügt schon allein der Gedanke, dass man eine Arztpraxis aufsuchen muss, die Blutdruckwerte zu beeinflussen. Deshalb ist es ganz praktisch, ein solches Gerät zu Hause zu haben. So kann man dann in aller Ruhe auch mehrere Messungen machen und dem Arzt vorlegen. 

Wann wird von Bluthochdruck gesprochen?
Nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besteht ein zu hoher Blutdruck, wenn in Ruhephasen der systolische Wert über 140 mmHg und/oder der diastolische Wert über 90 mmHg liegt. Ein systolischer Wert ab 150 ist kritisch und ein Wert ab 160/95 kann lebensgefährlich werden. Hier drohen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Als optimaler Wert gilt 120/80 mmHg.





Im Gerätekarton ist neben dem Gerät noch eine Gebrauchsanweisung nur in deutscher Sprache. Es geht also doch ohne eine Vielzahl von Heften und ohne Sucherei nach der Beschreibung auf Deutsch. 
Ein Garantieschein (3 Jahre Garantie) und ein Blutdruckpass zum Eintragen der Werte sind auch noch dabei.
Das Gerät selbst ist so verpackt:




Die Polsterfolie aus Plastik ist nur um die technisch empfindlichen Teile gewickelt. Das kann man verstehen, aber noch umweltfreundliche wäre z. B. ein weiches Wollvlies oder Filz zum Einwickeln. Gut finde ich, dass man das Gerät in die Aufbewahrungstasche gepackt hat. So spart man weiteres Verpackungmaterial.



Vier Batterien zum Betrieb des Gerätes sind noch beigefügt. Man kann das Gerät auch mit einem Netzteil betreiben, was ich aber ziemlich umständlich finde, weil man das Messgerät dann nicht überall einsetzen kann.

Daher wären für mich wiederaufladbare Akkus hier die bessere Alternative.



Ansonsten ist das Einlegen der Batterien ebenso genau beschrieben, wie das Einstellen der Uhrzeit.






Man drückt auf den Knopf mit der Uhr und stellt nacheinander mit den Pfeiltasten, Das Jahr, den Monat, den Tag, die Stunden und Minuten ein, zwischendurch mit der Uhrtaste bestätigen.


Vor der Messung wird dann der Benutzer, das Datum und die Uhrzeit angezeigt.
 Das Gerät kann die Daten von zwei Benutzern speichern und das lässt sich mit diesem Knopf einstellen:

 
 
 Die vorgeformte Manschette ist für Arme mit einem Umfang von 22 - 42 cm geeignet.



(Das Bild geht noch in die Rätsel-Galerie)

Die Manschette ist für mich nicht zu fest. Ich habe aber auch sehr dünne Arme. Sie pumpt  nicht fester auf als Manschetten im Krankenhaus. Ich hatte nämlich dort ein Langzeit-EKG mit Blutdruckmessung. Man kann diese Manschette, da sie vorgeformt ist, sehr gut anlegen. Dabei sollte der Luftschlauch innen liegen  und die Manschette 1-2 cm über der Ellenbeuge beginnen.


Während der Messung wird angezeigt, ob die Manschette richtig sitzt.





Nach der Messung werden mit dem grünen Licht die Werte gekennzeichnet, die in Ordnung sind. Entspricht  ein Wert nicht der Norm, leuchtet das Licht orange. Das Gerät zeigt auch unregelmäßige Herzschläge einschließlich Vorhofflimmern an.






Die einzelnen Messwerte werden gespeichert. Ebenso werden die Morgen- und Abendwerte getrennt erfasst. Man kann auch einen Mittelwert von drei Messungen im Abstand von 10 Minuten ermitteln und speichern.



 Die Blutdruckmessung:



Nachdem man den Luftschlauch in das Gerät gesteckt und die Manschette angelegt hat, stellt man den Benutzer ein und drückt auf Start. Sofort wird die Manschette aufgepumpt.
Wenn die Messung erfolgreich war, d. h. man hat den Arm nicht bewegt und die Manschette korrekt angelegt, wird der systolische und der diastolische Blutdruck angezeigt.

Das zeigt das Gerät an, wenn die Manschette z. B. zu locker sitzt:



Das Blutdruckmessgerät OMRON M500 ist einfach zu bedienen und die vorgeformte Manschette leicht anzulegen. Man kann eigentlich nichts falsch machen. Falls doch etwas nicht richtig ist, wird es angezeigt. Gut ist auch, dass die einzelnen Werte gespeichert werden. So behält man den Überblick und kann, wenn nötig, die Blutdruckwerte für den Arzt aufschreiben.


Tschüss bis bald.
 
Elke

Kommentare:

  1. Meine Mutter hatte mit ständig wechselndem Blutdruck zu tun und hat andauernd ihren Blutdruck gemessen. Mich hat das manchmal regelrecht aufgeregt. Dann war sie verstorben und eine kurze Zeit später ging es bei mir los mit dem schwankenden Blutdruck. Ich wurde dann oft an meine Mutter erinnert, weil ich andauernd gemessen habe - aber mit einem Blutdruckgerät für das Handgelenk. Ständig war er zu hoch, mein Blutdruck, und ich nahm Tabletten ein. Als das Gerät defekt war, habe ich mir auch eins für den Oberarm geholt. Und siehe da, von Stund an stellte ich fest, das Gerät misst ganz anders. Also: Dieses Gerät scheint richtig gut zu sein. Die Sache mit den Batterien hat man glaube ich bei jedem dieser Geräte. Danke für's Vorstellen! Ich kann mir gut vorstellen, einmal auf dieses Gerät zurückzugreifen. LG Martina

    AntwortenLöschen
  2. Super, ein gescheites Blutdruckmessgerät fehlt mir auch noch. Hab nämlich viel zu niedrigen, deshalb hole ich mir ganz schnell jetzt mal einen Kaffee...

    LG Romy

    AntwortenLöschen
  3. Ich habe auch so ein Gerät und bin damit ganz zufrieden - mit meinem Blutdruck aber eher nicht, deshalb messe ich auch nicht so oft, das beunrihigt mich nämlich sehr!
    Viele Abendgrüße
    Regina

    AntwortenLöschen
  4. Hallo
    Ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen, und finde ihn richtig toll :)

    Schau doch mal auf meinem Blog vorbei.
    http://momentaufnahmenblog.blogspot.co.at/

    Vielleicht hast du ja Lust mir Feedback dazulassen?

    Ich freue mich auf deinen Besuch.
    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
  5. Habe das Gerät seit ein paar Tagen im Einsatz.

    Sehr komfortabel zu bedienen und vor allem: Es schmerzt nicht, wenn der Pumpvorgang erfolgt! So ein angenehmes Blutdruckmessen hatte ich noch nie.

    Die Fehleranzeigen bzgl. unregelmäßiger Herzschlag oder auch falsch angelegter Manschette finde ich sehr sinnvoll und wichtig.

    Nun weiss ich aber (leider) auch, dass mein altes Handgelenkmeßgerät, mir anscheinend viel zu niedrige Werte vorgekaukelt hat.

    Für mich heisst es nun: Ab zum Arzt und BD neu einstellen lassen sowie mehr Bewegung.

    Aber das war ja hier auch der Sinn - zu hohen Blutdruck zu erkennen und was dagegen zu tun.

    Klare Empfehlung! OMRON hält, was der renommierte Name verspricht. Und bei Empfehlungen durch die Hochdruckliga kann man nun wirklich nichts mehr falsch machen.

    AntwortenLöschen
  6. Liebe Martina,
    ich bin gerade über den Blog von Martina zu dir gelangt, denn ich habe dort deinen Kommentar gelesen und erfahren, dass du körperlich gesehen wohl auch nicht "der Norm" entsprichst. Das verbindet euch....bin gerade mal 5,5 cm "größer" wie du. So bleibe ich deinem Blog treu, denn wir kleinen halten zusammen. Mein Kommentar passt zwar jetzt so gar nicht zu deinem Beitrag, aber egal, ich musste dir das einfach schreiben.
    Liebe Grüße von Stine

    AntwortenLöschen
  7. danke für die Info. Mit den Blutdruckmessgeräten ist es ja wirklich nicht so einfach. Da haben viele ja so ihre Macken.

    Lieber Sonntagsgruß von Heidi-Trollspecht

    AntwortenLöschen
  8. Meine Schwiegermutter benötigt ebenfalls ein neues und nachdem ich deine Erfahrungen damit gelesen habe wäre es doch ein tolles Gerät für sie!!! Danke für die Vorstellung... Und ich denke ein paar Abstriche muss man leider immer machen... Aber jede Woche zum Arzt zur Kontrolle fahren muss dann auch nicht sein!

    AntwortenLöschen
  9. Hallo Elke,

    Das ist ja ein schöner ausführlicher Produkttest. Diese Geräte sind wirklich praktisch, da sie von jedem Laien bedient werden können. Zudem sind sie günstig in der Anschaffung und so klein geworden, dass sie in jede Tasche passen. LG

    AntwortenLöschen
  10. Ich habe mir vor kurzem ein Blutduckmessgerat gekauft. Ist von Omron das RS3. Kostet auch nicht die Welt. In der Apotheke 40 EUR aber da ich vorher noch nie eins von der KK bekommen habe, musste ich nur einen Eigenanteil von 5 EUR zahlen.

    AntwortenLöschen

Printfriendly

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...