Donnerstag, 17. April 2014

Industrie bevorzugt ehemalige Politiker und Minister

Ärgernis des Monats!


Jeder von uns hat sich schon mal bei einer Firma um eine Arbeitsstelle beworben. Das ist mit erheblichen Kosten und Mühen verbunden.
Zunächst muss man eine umfangreiche schriftliche Bewerbung erstellen,
ein Foto machen lassen und falls man im Gastgewerbe oder in einem Gesundheitsberuf arbeitet, noch eine Bescheinigung vom Gesundheitsamt oder ärztliche Bescheinigung besorgen. Nicht selten wird auch noch ein polizeiliches Führungszeugnis verlangt.
Dann kommen noch die Fahrten zum eigentlichen Bewerbungsgespräch dazu. Das alles nimmt man in Kauf, denn man ist ja froh, eine Arbeitsstelle in Aussicht zu haben.
Wer nun meint, dass alle Menschen schließlich diesen Aufwand betreiben müssen, um eine Stelle zu bekommen, der irrt.
Denn unsere ehemaligen Politiker und Minister müssen sich nicht bewerben. Ihnen wird  eine Stelle angeboten. Und wenn gerade keine passende Stelle frei ist, wird eben eine geschaffen. Da ist es auch außerordentlich praktisch, wenn das Unternehmen ganz oder teilweise dem Staat gehört.
Man braucht offensichtlich für solch eine Stelle im Vorstand oder Aufsichtsrat auch keine besondere Ausbildung oder Berufserfahrung.
Normale Arbeitnehmer müssen da gute Zeugnisse vorweisen und sich ständig in ihrem Beruf weiterbilden, wenn sie eine Chance auf einen Arbeitsplatz haben wollen.
Die Minister bedienen sich gerne, auch wenn sie noch im Bundes- oder Landtag sind. Diverse Posten in Aufsichtsräten stehen zur Verfügung. Dazu müssen sie sich nicht extra qualifizieren. Es genügt, wenn sie in der  Bundes- oder Landesregierung sind.
 Die Unternehmen erhoffen sich dadurch Vorteile durch Einflussnahme bei Gesetzesvorhaben. Sie bedanken sich auch manchmal mit einer großzügigen Spende an die entsprechende Partei, natürlich völlig uneigennützig.
Und die Politiker geraten niemals in einen Interessenkonflikt. Selbstverständlich haben sie genügend Zeit, ihrer Aufsichtspflicht in den zahlreichen Aufsichtsräten gewissenhaft nachzukommen sowie noch einige Vorträge und Reden vor Managern zu halten. Das Honorar nehmen sie dann auch nur an, weil es ihnen sozusagen aufgedrängt wird.
Wenn sich hierzulande Politiker über Korruption aufregen, sollten sie endlich auf diese Postenschacherei und auf die Angebote der Unternehmen verzichten, sonst kann ich sie nicht ernst nehmen.
Dies ist meine eigene (etwas überspitzte) Sicht der Dinge.

Wie ist Eure Meinung zu diesem Thema?

Tschüss bis bald.

 
 

Kommentare:

  1. ich möchte auf jeden Fall nicht tauschen :-)

    lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

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    1. Den Stress möchte ich mir auch nicht antun. Aber es ist doch schon bezeichnend, dass die Unternehmen bei den "normalen Arbeitnehmern" immer höhere Anforderungen stellen und bei den Politikern ist das alles offensichtlich nicht nötig.
      LG Elke

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  2. Ich wünsch dir dennoch schöne Ostern, für die nächsten 3 Tage ärgere ich mich nicht :)

    LG Romy

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  3. Ich wünsche dir ein schönes Osterfest mit der Familie und Freunden,
    Liebe Grüße Heike

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