Dienstag, 18. März 2014

Krise in der Ukraine

Ärgernis des Monats!

Eigentlich ist es nicht nur ein Ärgernis, sondern eine Tragödie, was in der Ukraine passiert. Der (laut unserem Ex-Kanzler Schröder) lupenreine Demokrat Putin benebelt mit seiner Propandamaschinerie das eigene Volk und die Menschen auf der Krim. Er schafft seine eigene Realität, in der Europa ein Monster ist, das die Ukraine verschlingt und immer mehr Einfluss gewinnt. Angeblich will der Westen Russland vernichten. Dabei ist Europa tatsächlich höchstens ein harmloses Monster, wenn man bedenkt, was bisher an Sanktionen verhängt wurde und noch weiter verhängt werden soll. Dabei kann sich Russland diesen Kalten Krieg überhaupt nicht leisten, denn das Land steckt, entgegen aller Behauptungen des Präsidenten und seiner Gefolgsleute, in einer Wirtschaftskrise. Die Armee kostet sehr viel Geld, der Rubel befindet sich im freien Fall und die Industrie ist verrottet. Wenn ich russischer Bewohner der Krim wäre, würde ich mir sehr genau überlegen, ob ich wirklich Russland beitreten möchte. Allerdings hatten die Menschen ja keine Wahl, denn den Beitritt hat der selbsternannte Präsident der Krim voher bereits als beschlossene Sache verkündet. Man hat eben dort und in Russland eine sehr merkwürdige Auffassung von einer Demokratie. Herr Schröder hätte seinem Freund Putin vielleicht mal erklären sollen, was das wesentliche Merkmal einer Demokratie ist:
Alle Staatsmacht geht vom Volke aus!!!
Und mit dem Volk ist keinesfalls der Staatspräsident gemeint und auch keine bewaffneten Soldaten.
Was würde denn passieren, wenn es der Ukraine gelingen würde, mit  Hilfe der USA und Europa eine funktionierende Demokratie aufzubauen und die Wirtschaft anzukurbeln, wenn schließlich irgendwann die Ukraine der EU beitreten und den Euro einführen würde?
Errichtet Putin dann an der Krim eine Zonengrenze mit Mauer, wie wir sie in Deutschland hatten, oder will er vorher die gesamte Ukraine einnehmen, damit der Beitritt zur EU auf jeden Fall verhindert wird?
Da die europäischen Sanktionen Putin kaum beeindrucken werden, können vielleicht die Verbraucher etwas erreichen:
Wenn alle Gasheizungen in Deutschland für ein oder zwei Tage abgeschaltet würden, könnte sich das schon auf die Verkaufsmenge auswirken. Noch besser wäre es, wenn sich die anderen europäischen Staaten, die teilweise noch größere Mengen Gas aus Russland beziehen, sich ebenfalls an dem Boykott beteiligen würden. Denn die Autofreien-Sonntage während der Ölkrise haben ja auch etwas bewirkt, warum also sollten wir keine Heizungsfreien-Sonntage ausrufen, um der Ukraine zu helfen?
Schade, das noch kein Politiker darauf gekommen ist.
 Ach ja, RWE hat ausgerechnet jetzt die "Gastochter DEA" an einen russischen Investor verkauft. Darüber werden sich die RWE-Gaskunden sicher besonders freuen. Gibt es eigentlich keine anderen Milliardäre, die hier investieren würden? 

Was meint Ihr, sollte es härtere Sanktionen geben?

Würde ein Boykott etwas bewirken?


Tschüss bis bald.

Kommentare:

  1. Ich beobachte still was da passiert und bin gespannt wo das alles noch hinführen wird, aber ich finde schon, dass die Sanktionen härter sein können. Auch ein Herr Putin sollte nicht machen können was er will.

    LG Romy

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  2. Ich bin schon sehr erschrocken, was sich
    dort abspielt.
    Härtere Sanktionen rufen auf der anderen Seite
    auch wieder härtere Sanktionen hervor. Und wo
    soll das hinführen? Man sollte miteinander weiter
    sprechen.
    Einen schönen Wochenteiler wünscht Dir
    Irmi

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    1. Wollen wir mal hoffen, dass man zumindest "hinter den Kulissen" miteinander spricht. Vieles ist ja auch nur Drohgebärde. Allerdings sollte Putin wissen, dass er sich nicht alles erlauben kann.
      LG Elke

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  3. Ein Hinweis aus gegebenem Anlass: Anonyme Kommentare werden von mir in Zukunft konsequent gelöscht. Wenn man eine Meinung hat und vertritt, kann man auch wenigstens einen "Benutzernamen" angeben, ansonsten kann ich die Kommentare nicht ernst nehmen.

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  4. Nur mal so zum Nachdenken: Was wäre denn, wenn jegliche Berichterstattungen auf Grund von üblicher Medienzensur falsch, oder sagen wir mal abgewandelt, wären? Sollte man vielleicht doch anfangen, das Gesagte, das Geschriebene und auch das im Leben und in der Schule Gelehrte hinterfragen? Ich bin immer sehr skeptisch mit den sogenannten Nachrichten (Nachrichten werden nachgerichtet, damit wir uns danach richten - Ausspruch von Andreas Popp).
    Wer Kontakte nach der Ukraine hat, der hat auf jeden Fall schon die Mitteilungen erhalten, daß da vieles ganz anders ist, als es bei uns in den Medien gebracht wird. Also Vorsicht! Cui bono.

    LG Petra K.

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    1. Wenn alles manipuliert ist, dann ist doch wohl erst recht die Propaganda Putins manipuliert. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass sämtliche Berichterstattungen aller westlichen Medien durchweg gefälscht sind, auch wenn ich grundsätzlich nicht alles glaube, was berichtet wird. Außerdem gibt es bei uns im Westen keine Zensur. Wir haben immer noch die freie Meinungsäußerung und eine freie Berichterstattung. Welches Interesse sollten zudem die westlichen Medien an einer gefälschten Berichterstattung haben? Wenn einer etwas zu vertuschen hat, dann ist es Putin, warum sonst lässt er keine OECD-Beobachter auf die Krim? Wir werden ja sehen, was diese zu berichten haben, wenn sie jetzt in die Ukraine einreisen dürfen.

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    2. Ich hab dann auch mal wieder nachgedacht...

      Zitat: "Sollte man vielleicht doch anfangen, das Gesagte, das Geschriebene und auch das im Leben und in der Schule Gelehrte hinterfragen?"
      Natürlich sollte man vieles hinterfragen. Die Frage ist nur, wem nützen Verschwörungstheorien? Man darf auch mal openminded an eine Sache herangehen und sich mit gesundem Menschenverstand ein eigenes Bild machen. Das bedeutet aber auch, daß man nicht automatisch immer zu einem Schluß kommen muss, der nicht dem Mainstream entspricht...

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  5. Entschuldigung, das war die falsche Abkürzung, ich meinte natürlich die OSZE.
    Und die Beobachter der OSZE werden offensichtlich von Russen festgehalten.
    LG Elke

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