Sonntag, 15. September 2013

[Aus alter Zeit] antikes Buch und alter Küchenschatz

Herzlich willkommen, hier gibt es ein altes Buch!

Normalerweise stelle ich keine Bücher vor, aber dieses möchte ich Euch zeigen. Ich habe es auf einem Flohmarkt gefunden und festgestellt, dass man es für etwa 20,-- € im Internet kaufen kann. 


Es ist ein Muster-Briefsteller aus dem Jahr 1898.
Er enthält Musterbriefe für Privatpost, Behörden und Liebesbriefe.



Die Geschichte der Deutschen Sprache, die Herkunft und Bedeutung der Worte und deren Entwicklung im Wandel der Zeit haben mich schon immer interessiert. Dieses Buch ist ein schönes Beispiel dafür, wie sich die Sprache verändert und mit ihr Ethik und Moral.
Unter den Beispielen sind auch einige klassische Liebesbriefe. 

So schrieb Schiller am 10. November 1788 an seine Geliebte Charlotte von Lengefeld:
Dank Ihnen, daß sie einen freundlichen Anteil an meinem Geburtstage nehmen. Mir wird er immer von vielen anderen merkwürdig sein, weil ihre Freundschaft in diesem Jahre für mich aufblühte. Ich hoffe, es ist nicht der letzte, den ich unter Ihnen erlebe, und der mir durch Ihre liebevolle Teilnahme interessant würde. Ich denke mit Verwunderung nach, was in einem Jahre doch  alles geschehen kann. Heute vor einem Jahr waren Sie für mich so gut wie gar nicht in der Welt, und jetzt sollte es mir schwer werden, mir die Welt ohne Sie zu denken. Denken auch Sie immer wie heute, so ist unsere Freundschaft unzerstörbar wie unser Wesen. Daß ich mich in meiner Vermutung nicht betrogen habe, das gestrige Gedicht würde Sie interessieren, freut mich ungemein; es beweist mir, daß Ihre Seele Empfindungen und Vorstellungsarten zugänglich und offen ist, die aus dem Innersten meines Wesens gegriffen sind. Dies ist eine starke Gewährleistung unserer wechselseitigen Harmonie, und jede Erfahrung, die ich über diesen Punkt mache, ist mir heilig und wert.
Schiller 

Was meint Ihr, wie würde der Brief (wahrscheinlich eher E-mail oder SMS) wohl heute
aussehen? Ich bitte Euch, doch einige Vorschläge zu machen.


Hier wäre mein Vorschlag für eine E-mail in der heutigen Jugendsprache:

Hi Barbie, die letzte Fete mit dir war ein echter Burner, funky und so crazy. Vor einem Jahr hatte ich dich ja noch nicht auf dem Schirm, aber jetzt finde ich dich total obercool. Supi, dass meine Ellis nicht da waren, so konnten wir ungestört rumknutschen. Ich hätte ja nichts dagegen, wenn das mit uns eine Pattexbeziehung würde, weil wir auf einem Level sind. Ich denke, das hast du auch gerallt. Also, man sieht sich. Bye-bye.
(Für das allgemeine Verständnis habe ich auf Abkürzungen verzichtet.) 

Und hier ist mein alter Küchenschatz! 

 

 

Laut Vorwerk stammt das Gerät aus dem Jahr 1969. Es hat meiner verstorbenen Schwiegermutter schon gute Dienste geleistet, funktioniert immer noch einwandfrei und man soll es kaum für möglich halten; es hat Schrauben am Kunststoffgehäuse!
Habt Ihr auch noch solch alte Schätze in Eurem Haushalt?


Nun bin ich aber mal gespannt auf Eure Antworten (Kommentare)!


Tschüss bis bald!

1 Kommentar:

  1. ich hab noch eine alte Kaffeemühle aus Holz, von meiner Oma. Sie funktioniert noch, ist aber eben mühsam ohne Strom :-) LG Romy Besuch meinen Blog doch auch mal wieder

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